Aktuelles

Thema

Teilnehmende

Hintergrund

Links


 

Ausschuss I: Osterweiterung der Europäischen Union

Die Teilnehmer haben mich beeindruckt
Interview mit Dr. Dieter Schiffmann

Herr Dr. Schiffmann, wie hat es Ihnen im Ausschuss Osterweiterung des "Jugendparlaments für ein erweitertes Europa" gefallen?

Ich war von dem sehr guten Kenntnisstand der Schüler und Studenten beeindruckt. Sie sind alle in ihre Themen eingearbeitet, und man merkt das Engagement, das dahinter steckt. Außerdem fiel mir auf, dass auf den ersten Eindruck-nur anhand der Fragestellungen- die Herkunft der Teilnehmer auszumachen war.


Wie sind Sie zum Ausschuss "Osterweiterung" gelangt?

Da ich unter anderem stellvertretendes Mitglied des Ausschusses der Regionen in Brüssel bin und mich auch sonst intensiv an der Verfassungsdebatte beteilige, interessiere ich mich auch ganz speziell für die Problematik der Osterweiterung. Demnach lag eine Teilnahme an dem gleichnamigen Ausschuss nahe.

Ich bin der festen Überzeugung, dass nun im Hinblick auf die Osterweiterung auch innerhalb der Strukturen der EU eine Menge getan werden muss.


Was halten Sie vom Konzept dieses "Jugendparlaments für eine erweitertes Europa"?

Leider zeigen Erwachsene häufig wenig Interesse an den Entwicklungen rund um das Thema Europa. Darum ist es um so wichtiger, dass Jugendliche aus unterschiedlichen Ländern zusammen kommen, und ein Austausch zustande kommt.
Gerade bei der Information der Bürger stoßen wir auf Problemgruppen: Rentner und Senioren haben hierbei einen besonderen Platz, da sie sich häufig mit dem Thema Europa abgefunden haben, aber gleichzeitig auch viele Ängste hegen, die von ihren gefestigten Haltungen herrühren.

Gerade das Beispiel der Euro-Einführung ist hierbei markant: Ich hatte vermutet, dass sich eine neue Begeisterung für Europa breitmachen würde, statt dessen wurde der Euro aber häufig mit einer Preissteigerung als "Teuro" verschrien.

Man sieht an diesem Beispiel, dass gerade auch externe wirtschaftliche Faktoren ihren nicht zu verachtenden Einfluss auf die politische Stimmung haben. Folglich können wir hoffen, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung auch zu einem verbesserten Bild Europas führen wird.


Da dieses ganze Projekt sehr zukunftsorientiert ist, auch noch eine Frage in diese Richtung: Wenn Sie uns Jugendlichen, die hier teilnehmen, etwas auf den Weg geben wollten, was würden Sie uns raten?

Ich denke zuerst einmal, dass man gerade den hier anwesenden Jugendlichen nicht mehr viel zu Europa sagen muss. Sie haben durch ihre Teilnahme hier bewiesen, dass ihnen das Thema am Herzen liegt und sie die Problematik wichtig finden. Doch muss man wohl auch zugeben, dass die Teilnehmer des Jugendparlaments kaum repräsentativ für ihre Altersklasse im Sinne der Shell-Studie sind.

Aber diese Generation ist auch eine ganz andere als z.B. noch meine durch die Nachkriegszeit geprägte. Und auch gerade deshalb hat die jetzige Generation die Chance den europäischen Einigungsprozess voranzubringen und Wohlstand, Frieden und Demokratie in Europa zu verwirklichen. Darauf aufbauend müssen wir diesen Prozess auf ein breiteres Fundament stellen, wobei nicht nur Schüler und Studenten einbezogen werden müssen, sondern auch z.B. Arbeitnehmer. Dabei können Weiterbildungsprogramme oder auch gemeinsame Ausflüge ins Nachbarland hilfreich sein.


Vielen Dank für dieses interessante Gespräch und noch einen schönen Tag, Herr Dr. Schiffmann.

Dieses Intervieview führt Yasmin Raya