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Abschlussrede von Piotr Tromptschinsky

Im Wortlaut abgedruckt

Liebe Jugendparlamentarier, liebe Juniorteamer und Veranstalter.
Sehr geehrte Frau Dr. Tham,

zunächst möchte ich mich bei all denen herzlichst bedanken, die dazu beigetragen haben, dass das Jugendparlament überhauptt zustande gekommen ist, insbesondere beim Landtag Rheinland-Pfalz, beim Centrum für angewandte Politikforschung, bei der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, bei der Stadt Mainz und natürlich auch bei euch, liebe Freunde. Nicht zu vergessen sind die Medien, deren Präsenz und nötige Anerkennung unsere Arbeit erleichtert und unsere Ideen einer breiten Öffentlichkeit vermittelt haben.

Auch wenn unsere Köpfe oft gequalmt haben, haben wir einiges erreicht, und darauf sind wir stolz! Dieses Jugendparlament gibt uns die hoffentlich nicht einmalige Gelegenheit, Jugendliche aus verschiedenen europäischen Regionen und deren Meinung und Ideen über Europa kennenzulernen.

Wir hoffen, als gutes Beispiel voranzugehen, und dass die hier entstandenen Ideen und Erfahrungen auch in unseren Köpfen bleiben und dass die neu geknüpften Freundschaften weiterhin bestehen werden. Wir erwarten, dass die Politiker unseren Vorschlägen Aufmerksamkeit und Beachtung schenken und hoffentlich nicht in der Schublade verschwinden lassen, sondern sie später auch in die Tat umsetzen.

Wir könnten uns eigentlich die Frage stellen, weswegen wir uns alle hier versammelt haben. Wir sind uns dessen bewusst, dass uns Europa Chancen und Perspektiven eröffnet. Der Erweiterungsprozess trifft jedoch immer wieder auf verschiedenartige Probleme, die möglichst schnell überwunden werden müssen. Ich bin davon überzeugt, dass wir Jugendliche, auf dem Wege zum geeinten Europa eine wirklich wesentliche Rolle spielen werden. Eben deswegen sollen wir jede Gelegenheit ausnützen, uns mit den Angelegenheiten von Europa, also zugleich mit unserer eigenen Zukunft zu beschäftigen.

Ich muss uns nicht daran erinnern, dass wir von einem vereinigten Europa profitieren können. Denn das Studium in einem je nach Wunsch ausgewählten Teil Europas ist zweifellos eine schöne Zukunftsperspektive. Wir werden ebenfalls das politische, wirtschaftliche und soziale Leben in der EU gestalten, in einer Gemeinschaft von höchstwahrscheinlich fast 30 Ländern, unabhängig davon, welchen Job wir haben werden. Deswegen finde ich es ungeheuer wichtig, dass wir uns schon heute auf unsere künftige Rolle, natürlich nicht unbedingt in einer politischen Institution, vorbereiten können. Erfahrungen, die wir dank dem Jugendparlament und ähnlichen Veranstaltungen erwerben, bilden ein unschätzbares Kapital für die Zukunft.

Da ich aus Polen komme, habe ich mich für die Arbeit im Ausschuss für die Osterweiterung der Europäischen Union entschieden. Polen steht vor einer historischen Chance, der EU beizutreten. Ich würde sogar sagen, vor einer historischen Notwendigkeit. Leider steigt die die Zahl der Euroskeptiker in unserem Land stetig, hauptsächlich wegen des Unwissens der Bürger, was eigentlich die Europäische Union ist. Es kommt oft zu einer Situation, in der jemand gefragt wird, ob er "für" oder "gegen" den EU-Beitritt ist. Meist ist er dafür. Wenn er jedoch gebeten wird, seine Meinung zu begründen, kann er kein Wort sagen – er folgt einfach der politischen Mode, die von den Medien gefördert wird.

Kurz gesagt – man muss die Leute mit dem Thema Europäische Union vertraut machen, und von einer unbestrittenen Hilfe der Medien abgesehen, können Veranstaltungen wie diese behilflich sein. Ich finde es toll, dass wir uns alle nicht nur versammelt haben, um uns mit den Problemen der EU-Erweiterung zu befassen, was natürlich auch von großer Bedeutung ist, sondern dass wir, Jugendliche aus verschiedenen Regionen und Ländern Europas, einfach die Gelegenheit haben uns kennenzulernen. Weil es in einer Gruppe von beinahe 100 Menschen immer gewisse Meinungs- und Interessenunterschiede geben muss, war ich wirklich überrascht, dass die Leute in ihrer Arbeit an einem Problem stets einig und hilfsbereit waren, man könnte sagen – am gleichen Strang gezogen haben.

Zum Abschluss möchte ich noch einmal meinen Dank an die Veranstalter des Jugendparlaments ausdrücken, weil sie etwas hervorragendes organisiert haben.

Schade nur, dass alles schon vorbei ist. Ich hoffe aber, dass wir uns bald wiedersehen.

Also:
Danke Sehr
Merci Beaucoup
Dank u wel
Dziekuje bardzo